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Erzählungen

Luigi Brogna: Das Kind unterm Salatblatt. Geschichten von meiner sizilianischen Familie

Gigi, ist zehn Jahre alt, als seine Eltern Anfang der 70er Jahre beschließen, ins weit entfernte, kalte Deutschland auszuwandern. Bis dahin hat Gigi seine Kindheit im Schoße einer sizilianischen Großfamilie in Messina verbracht, eine Zeit schöner und trauriger, spannender und turbulenter Ereignisse, an die er sich erinnert. 
Was der Kleine beschreibt ist pure Lebensfreude. Die Erzählungen, sind reich an: Wortwitz, Dramatik, Spannung, und sogar Mysteryelemente. Sehr gekonnt miteinander verschachtelt, ein feiner, eigensinniger Erzählstil der leicht, aber emotionsgeladen daherkommt. Für mich, eines der besten Neuerscheinungen dieses Jahres. | Rewalle


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Robert Zobel: Krisengebiet der Literatur

Robert Zobel, 26 Jahre aus Schwerin, gibt mit diesem Buch nach 4 Jahren Internet sein Debüt der Realität. Er schreibt aus einer Art Naive-Beobachter-Position, aus der heraus die beobachteten Phänomene in eine (scheinbar) naive Zusammenhangswelt gestellt werden, ohne mit dem "imeinfachenliegtdiewahrheit" zu kokettieren.
Man erfährt, warum die Grasmaler ausgestorben sind, Tauben manchmal Schriftzüge bilden und was man am besten sagen sollte, wenn man beim Fremdgang erwischt wird.
Zwischen viel Prosa stecken dann noch lustige und anmutige Gedichte, die den Kopf befruchten und nicht mehr. Dieses Buch kann man nehmen und abschweifen. Gefährlich wird nur das zurückkommen. | Dietmar Karlowski


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Sina Burger: Eindrücke einer Unbeteiligten - Vive la France!

Sinas Identitätskrise erweist sich als ebenso hartnäckig wie ihre Depression. Auch die Liebe zu Frankreich ändert daran nichts, wenngleich es zunächst danach aussieht. Auf Dauer jedoch können weder café au lait, croissants, Gauloises blondes, amours, littérature und Libération noch die oberflächliche Solidarität der urbanen libertins Sinas innere Leere füllen. Nachdem sich alle Fluchtversuche als illusionär erwiesen haben, bleibt ihr schließlich nur noch der Weg durch die bedingungslose Kapitulation …

Die tragische Geschichte eines persönlichen Scheiterns gespickt mit eigentümlich einprägsamen Episoden aus Frankreich.


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Mirko Perschke (Hrsg.): Das Sterben ist ästhetisch bunt

Ist der Tod immer düster, melancholisch, erschreckend? Und trifft er tatsächlich, wie viele glauben, immer nur die Guten – oder wie in den alten Hollywood-Streifen nur die Bösen? Nein, der Tod ist so vielfältig wie die Menschen. Von purem Horror über blanken Psychoterror bis hin zu Geschichten, die das Zwerchfell trainieren, bieten in diesem Buch 20 Autoren einen spannenden Mix quer durch die Literaturgenres. | Florian Tietgen


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Sina Burger: Eindrücke einer Unbeteiligten - Die Amerikaner und ich

Ein Buch, das anregen kann, über das Selbstverständnis und die Rolle der Amis in der Welt nicht einfach hinweg zu blicken und über unsere Rolle - die europäische - und unseren Beitrag zum Erhalt einer entfremdeten Machtstruktur selbstkritisches, kritisches und nachdenkliches ausbreiten kann. Sina Burger will keine Antworten geben, sie will beschreiben, das Erlebte in Worte fassen, das sie während einer Reise durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten erfährt. Was ist das Faszinierende an der Lebensweise eines Volkes, das sich de facto über die gnadenlose Ausbeutung aller zur Verfügung stehenden natürlichen und menschlichen Ressourcen ernährt, das unbeirrt und scheinbar frei von Selbstkritik und Zweiflern ihren längst ausgetretenen Pfad, entgegen aller Widerstände der Welt, sichert und verteidigt? „Es muß ein pathologischer Befreiungszwang sein ... Sie können nichts dagegen tun, sie müssen sich einfach befreien". Zu einem anderen Ergebnis kommt sie später, nach einem erneuten Aufenthalt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ist es ein isoliertes, fettleibiges Volk, das hier beschrieben wird, das die Macht besitzt durch seine Krankheit sich und andere in den Abgrund zu reißen? „Haudraufundschluß". Sina Burger braucht letztendlich nur drei Wochen, um das Wesen dieses Volkes in allen Nouancen zu enttarnen. Dabei ist sie nicht feindselig gestimmt. „Wer bin ich, sie zu richten?" schreibt sie. „Ich werde sie eben nie verstehen, die Amis" - was nur ein Irrtum sein kann, denn ihre Debutaufführung „Eindrücke einer Unbeteiligten. Die Amerikaner und Ich" trägt, wenn auch kopfschüttelnd, dazu bei, dieses Land zu begreifen. Bürgerkriege und Revolutionen entstehen vorwiegend in den Köpfen, wobei amerikanische nicht zwangsläufig davon ausgenommen werden müssen. Deshalb ist es gut, diesem Buch keinen Aufforderungscharakter zu geben, denn sonst würde ich es sich nicht als Lesebuch, das keiner Schulbibliothek oder Diskussionsgrundlage fehlen sollte, weiterreichen.
Willi Westrupp